In der Hitze der Nacht ~ Lynn Viehl



         Erscheinungsdatum: 06.09.2006
      Verlag: Lyx
      ISBN: 9783802584886
      Flexibler Einband: 326 Seiten
      Sprache: Deutsch
      Genre: Krimi / Romantic
      Bewertung: 3 von 5 Sternen
      Reihe: 1 von 2 



Isabel Duchesne sucht Büroräume für ihre Hilfsorganisation. Als sie ein Angebot von Marc LeClare bekommt, will sie sich mit ihm in einer Lagerhalle treffen, doch als sie dort ankommt findet sie nur die Leiche des Mannes, der ihr etwas bedeutet hat, vor. Bevor sie die Lage überhaupt realisieren kann wird ihr ein Schlag auf den Hinterkopf verpasst und sie verliert das Bewusstsein.
Als sie wieder zu sich kommt, findet sie sich eingeschlossen in einem Feuer wieder. Schließlich wird sie von einem Feuerwehrmann gerettet.
Aber als wäre das alles nicht schon schlimm genug, ist der Mann, der in dem Fall ermittelt, kein geringerer als ihr Ex-Schulfreund, Jean Delano. Die beiden haben eine gemeinsame Vergangenheit, die Isabel am liebsten vergessen würde.
J.D. kann sie aber nicht vergessen und will sie wieder zurück haben, doch Isabel geht ihm aus dem Weg. Sie will mit ihrer Vergangenheit abschließen.
Doch was sie noch nicht ahnen kann ist, dass eigentlich sie in dem Feuer umkommen sollte.
Jeder denkt, dass zwischen Marc und Isabel mehr gelaufen ist. Stimmt das? Und was wird aus J.D. und Isabel? Aber vor allem, wer ist der Mörder von Marc LeClare?

Zu Anfang muss ich sagen, dass ich nicht so der Fan von Krimis war, ich weiß noch nicht ob sich das ändern könnte, aber dann wohl eher in die nicht ganz so krasse Krimiszene.
Da dieses Buch einer der ersten Krimis war, die ich seit langer Zeit gelesen habe, war ich voller Neugierde was passieren würde. Und es ist einiges geschehen.
Ich fand das Buch war in einem ganz guten Schreibstil geschrieben, allerdings kam ich am Anfang doch sehr durcheinander. Zum einen mag das daran liegen, dass mir acht oder neun Erzähler einfach zu viele Eindrücke sind. Oder daran, dass man so viele Leute kennenlernte, mit Namen, Spitznamen und Nachnamen und das alles in fast einem Kapitel. Ich kam relativ oft durcheinander wer jetzt nochmal welche Person war und musste das noch einmal nachlesen. Plötzlich fielen auch die Namen Jean-Delano und Sable, wo ich mir im ersten Moment dachte wer ist das denn jetzt? Bis ich ziemlich schnell darauf kam das Jean-Delano J.D. ist. Aber mit Sable habe ich mich erst schwer getan. Bis ich herausfand das Sable, Isabel ist, bis jetzt weiß ich immer noch nicht genau warum sie Sable oder eben Isabel genannt wird, denn ich bin mir auch nicht recht sicher, ob jetzt Sable oder Isabel ihr richtiger Name ist. Ich tendiere aber mehr zu Sable.  Mit der Zeit legte sich das aber und ich konnte mich in den Stil der Autorin einlesen.
Jedoch war ich etwas enttäuscht, als ich herausfand, dass der Krimifaktor in diesem Buch meiner Meinung nach in den Hintergrund rutschte. Im Vordergrund steht die Beziehung von Isabel und J.D,
die an manchen Stellen doch etwas zu erotisch für meinen Geschmack war. Immerhin sollte es ja ein Krimi sein. An anderen Stellen wiederum dachte ich mir auch, wie soll das denn gehen? Also es war ziemlich unreal und ich konnte es mir nicht so recht vorstellen.
Ganz besonders war das bei der Paradeszene der Fall, die Leute die das Buch gelesen haben wissen was ich meine. (Ich will ja nicht spoilern)
Die Geschichte an sich, fand ich aber gut gelungen und auch wer der Mörder war, blieb mir bis zum Schluss ein Rätsel.
Auch mit den Charakteren konnte ich mich nicht identifizieren. Besonders missfallen haben mir da so einige der männlichen Personen in diesem Buch. In dem Volk der Cajun, einem, man könnte sagen, niederem Volk, das in den Sümpfen lebt, scheint es üblich zu sein, das die Frauen keine oder so gut wie keine Rechte haben und sich alles gefallen lassen müssen.
Ziemlich oft sprachen männliche Personen sehr abwertend und sexuell über die Frauen, was mir persönlich einfach etwas zu krass war. Meiner Meinung nach passte es einfach überhaupt nicht in das Buch herein, auch wenn es zu den Personen selbst vom Charakter her passte.
Auch J.D, war mir mehr als einmal etwas zu „pervers“. Ich frage mich wieso sich eine Frau auf so etwas einlassen sollte.
An manchen Stellen fand ich die Reaktionen der Charaktere auch sehr merkwürdig, hier wieder das Beispiel mit der Parade, ich denke nicht das sowas irgendjemand machen würde.
Oder auch als eine Person in dem Buch entführt zu sein scheint. Erst waren die anderen Charaktere geschockt, doch dann bekam ich den Eindruck, dass sie sich alle Zeit der Welt ließen um die entführte Person zu finden, ich meine es ist ja nicht so, dass etwas mit ihr nicht in Ordnung sein könnte.


Die Geschichte hätte echt super werden können, aber wegen den Charakteren und der zu erotischen Szenen bekam das Buch von mir nur drei, durchschnittliche Sterne.

Vielleicht seht ihr das ja ganz anders und findet das Buch super. Oder ihr mochtet die Charaktere. Schreibt es mir doch einfach in die Kommentare ;)

~ darkshadowroses

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