Der Untergang Barcelonas - Albert Sanchez Pinol


Erscheinungsdatum: 05.03.2015

Verlag: S. Fischer

ISBN: 9783100616074

Fester Einband: 700 Seiten

Sprache: Deutsch

Genre: Historischer Roman

Bewertung: 1,5 von 5 Sternen

Reihe: Einzelband






Barcelona um 1700: Zuvi ist vierzehn, etwas unverschämt, ein Taugenichts mit rabenschwarzem Haar. Als ihn der Graf Vauban auf sein Schloss einlädt, ändert sich Zuvis Leben schlagartig. Vauban ist der berühmteste Baumeister seiner Zeit und lehrt ihn, die sichersten und schönsten Festungsmauern zu bauen. Aber dann tobt de Spanische Erbfolgekrieg und Zuvis Heimatstadt Barcelona droht, eingenommen zu werden. Zuvi, inzwischen mit allen Wassern gewaschen, hat einen genialen Plan – und scheitert bitterlich. Machtlos muss er zusehen, wie seine geliebte Stadt in Schutt und Asche fällt.

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, schreibe ich meine Inhaltsangaben sonst immer selber. Aber bei diesem Buch konnte ich einfach keine Worte finden. Ich weiß nicht, mir fiel einfach nichts ein, was sonst eigentlich gar nicht meine Art ist.
Aber jetzt mal zum Buch. Als es hier ankam war ich erstmal platt, wie dick es denn war. Denn mit 700 Seiten ist es doch ein ganz schön dicker Wälzer.
Der Schutzumschlag sieht zwar nicht mehr ganz so gut aus, aber einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, oder?
Naja, jedenfalls war ich voller Vorfreude und wollte das Buch gleich lesen. Das habe ich dann auch getan, die ersten 100 Seiten fand ich auch wirklich ganz gut, aber dann ging alles in die andere Richtung.
Das Buch war mir viel zu langatmig. Klar ist es in historischen Romanen nicht immer total spannend, aber das hier zog sich echt unnötig in die Länge. Gefühlte tausend Namen haben mir das Lesen auch noch erschwert. Wer soll sich denn da merken, wer wer ist? Also ich habe komplett den Überblick verloren, da half auch das Personenregister, in dem nicht mal alle Personen drin standen, nicht viel weiter.
Desweiteren mochte ich den Schreibstil teilweise schon, teilweise aber auch überhaupt nicht.
Die Geschichte bekommen wir von Marti Zuviria, der in dem Buch immer nur Zuvi gerufen wird, erzählt. Allerdings diktiert er diese seiner (Ähm ja was ist sie eigentlich?) Waltraud und diese schreibt alles für ihn nieder. Es passiert auch oft in dem Buch, das er Waltraud anspricht, was mich persönlich ziemlich im Lesefluss gestört hat.
Es geht um einen Krieg, um Verletzte und sogar Tote und das nicht gerade wenige. Das Buch hat das Ganze aber wirklich null rübergebracht. Es war zwar traurig zu lesen, aber naja das war es auch schon. Für mich kam keinerlei Gefühl, einfach nichts rüber. Das fand ich wirklich schade. Alles wirkte geradezu blass.
Generell hat mich das Buch eher an einen Bericht erinnert als an einen Roman. Dadurch das man von Anfang an weiß, das Zuvi überleben wird, ist meiner Meinung nach auch der Effekt der Spannung weg. Wieso mitfiebern ob er nun überlebt oder nicht, wenn man es von Anfang an eh schon weiß?
Zuvi erzählte außerdem, mitten in der Geschichte die schon so schwierig genug zu verfolgen war, von Ereignissen die erst in der Zukunft passieren.
Und wäre das nicht alles schon genug, wurde ich durch die ganzen Namen, die kein Gesicht bekamen, die Städte, Heere, Menschen, was auch immer, so sehr verwirrt, das ich schlichtweg einfach überhaupt keine Lust mehr hatte das Buch zu lesen. Wäre es nicht für eine Leserunde gewesen, ich hätte es abgebrochen.
Da konnte auch das Ende, wo es zuerst aussah, als würde es ein wenig spannend werden, nichts mehr rausreißen. Das Ende fand ich einfach auch total blöd.
Ein positives hatte das Buch aber, manchmal wurden Bilder eingefügt, die ich echt toll fand. Aber nur durch Bilder, kann sich ein Buch auch nicht retten.

Für mich ein Buch das ich absolut nicht empfehlen würde. Es ist zu langatmig, viel zu vollgepackt mit Informationen und mehr ein Bericht als ein Roman. Wäre es nicht für eine Leserunde gewesen dann hätte ich es abgebrochen.
Von mir gibt’s dafür nur 1,5 Punkte.


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