Stunde der Drachen - Ewa Aukett





Erscheinungstermin: 03.03.2015

Verlag: Bookrix

ISBN: 9783736880924

eBook: 450 Seiten

Sprache: Deutsch

Genre: Fantasy

Bewertung: 1,5 von 5 Sternen

Band: 1 von 3




Lee ist ein ruhiges und trauriges Mädchen. Erst vor kurzem hat sie ihren Vater verloren und nun ist auch ihre Mutter nicht mehr unter den Lebenden. Lee sieht keinen anderen Ausweg als sich von einer Brücke in den Tod zu stürzen. Aber sie ist nicht tot oder im Reich der Engel.
Sie wacht unter einem alten, knorrigen Baum in einer schneebedeckten Landschaft auf.
Ein Mann findet sie und bringt sie zur Burg seines Herrn. Dort erfährt sie, dass es sie ins Jahr 1585 verschlagen hat. Sie kann ihren Ohren und Augen nicht trauen.
Sie befindet sich in einer riesigen Burg, alle halten sie für einen Jungen und das schlimmste, sie fühlt sich zu dem Herren eben dieser Burg hingezogen, obwohl sie ihn doch gar nicht kennt. Oder etwa doch?
Aber wieso ist Lee in der Zeit gereist und was hat es mit der Prophezeiung auf sich, die sich die Menschen dieser Zeit erzählen?

Wir starten hier mit einer Szene, in der sich das Mädchen Lee umbringt. Sie verkraftet es einfach nicht alleine zu sein und will ihrem Leben ein Ende bereiten.
Danach werden in eine Szene geworfen in der sie unter einem Baum liegt und von einem alten Mann gerettet wird.
Und da fangen auch schon meine Probleme an.
Der Mann der sie rettet hält sie wegen ihrer kurzen Haare und den, durch eine Bandage platt gedrückten Busen, für einen Burschen.
Es war ziemlich verwirrend, da Lee immer als Bursche angesprochen wurde, sie aber eben als SIE beschrieben wurde.
Der Clanherr, denn hier geht es um den Clan der McCallahans, übt eine Anziehungskraft aus Lee aus und auch dem Clanherren Royce geht es ähnlich.
Doch dann geht es erst richtig los. Sex. Und das nicht zu knapp, was ich in einem Fantasyroman nun wirklich nicht in diesem Ausmaß gedacht hätte. Die beiden treiben es zu Anfang echt häufig was mich schon nach den wenigen Seiten sehr genervt hat. Ich wollte einen Fantasyroman, keinen erotischen!
Als diese Hürde genommen war, dachte ich, dass es endlich richtig losgeht, aber nein.
Es ging weiterhin um Sex, wenn auch nicht so viel wie vorher, und um die Liebe der beiden.
Schön und gut, aber eben nicht wenn ich einen Fantasyroman erwarte.
Schon nach ein paar weiteren Seiten war ich von der Hauptprotagonistin Lee genervt.
Irgendwie war sie ja anders als die anderen was mir gefallen hat, aber dann kam Royce ins Spiel und es gint los.
Sie haben sich gestritten, hatten Sex, dann hat sie wieder rumgeweint, dann war sie wieder sauer, dann hat sie ihm nicht geantwortet, wieder gestritten, wieder Sex, er macht nicht das was sie will, sie macht nicht das was er will, dann rennt er wieder weg.
Um Gotteswillen, ich möchte keine Geschichte lesen, die immer nur ein dauerndes hin und her zwischen den beiden Hauptprotagonisten ist, die es nicht hinbekommen eine normale Beziehung zu führen. Und auch wenn es im Jahr 1585 spielt, glaube ich nicht, dass die Beziehungen da so waren. Das war ja regelrecht nervig. Als könnte sie sich einfach nicht entscheiden was sie jetzt will.
Ich konnte mich mit den Charakteren keineswegs identifizieren.
Nun kommen wir zum Fantasy Teil des Buches. Ja da gibt es eigentlich nichts zu erzählen, denn da war nicht wirklich einer.
Wenn ich ein Fantasybuch erwarte (sorry, aber ich komme da nicht drüber weg) dann erwarte ich auch, dass es mit Fantasy zu tun hat. Über drei vierten des Buches, nur ein hin und her, dann kam mal eine kurze Fantasyszene wo ich mir dachte, jetzt geht’s los, dann war sie aber auch schon wieder vorbei und wieder das hin und her. Es tut mir wahnsinnig Leid, auch an die Autorin, aber wenn man ein Buch als Fantasy deklariert, dann sollte es auch damit zu tun haben.
Deswegen hatte ich schon eine ganz andere Erwartung und wurde total enttäuscht.
Auch der Titel, Stunde der Drachen, lässt einen etwas ganz anderes schließen als wie im Buch passiert. Vergeblich wartete ich und wartete, bis endlich mal etwas mit Drachen passierte.
Das Ende war ein megamäßiger Cliffhänger. Und auch wenn das Buch mir nicht so gut gefallen hat, möchte ich den zweiten lesen einfach um zu wissen wie es weitergeht, ich bin kein Fan davon eine Reihe abzubrechen, da bin ich dann doch zu neugierig.

Bevor ich noch weiter ausschweiße und immer wieder erwähne, dass zu wenig Fantasy passiert ist, bringe ich die Rezension zum Ende.
Steckt nicht zu viele Erwartungen in dieses Buch. Es hat mich sehr enttäuscht und der einzige Grund warum es nicht nur einen Stern von mir bekommt ist der, dass die Autorin einen guten Schreibstil hat, der wirklich schnell zu lesen war.

Ansonsten war es aber eher schlecht, deswegen nur 1,5 von 5 Sternen von mir.

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